Tiny Living · Minimalimus · Digitale Nomadin



25. Mai 2023

Muss ich jetzt nicht haben – Warum wenig Besitz mehr ist.

Ich stehe am Flughafen, als eine Wand aus Prötteln auf mich zugerollt kommt wie ein Sandsturm im Monument Valley. Ich schiebe meinen Rucksack mit dem Fuß beiseite, nippe an meiner Wasserflasche und mache die Augen zu. Als ich sie wieder aufmache, sind die beiden voll beladenen Gepäckwagen links und rechts an mir vorbeigerollt. Ihre Besitzer schieben sie, sich gegenseitig anmuffelnd, weiter den Gang hinunter, bis einer der Koffer krachend vom Stapel herunterfällt und das Anmuffeln signifikant lauter wird. „Meine Güte“, sage ich halblaut und schrullig. „Was haben die denn alles dabei?“

Eine Frage, die wir uns ruhig öfter stellen können. Was haben wir eigentlich alles dabei? In der Wohnung, im Auto, auf der Arbeit, im Urlaub, im Leben. Was steht alles effektiv nur sinnlos herum? Weil wir nicht Nein sagen konnten, weil wir doch einfach so viel haben können – also why not?

Genau um das „why not“ geht es in diesem Gedankentext. Warum wir nicht alles haben müssen. Wie es uns erleichtern kann, etwas nicht (mehr) zu haben. Warum wenig Besitz mehr sein kann.

24. Oktober 2021

Minimalismus: Viel mehr als weiße Wände.

Manche Themen sind plötzlich Trend. Allerdings kriege ich davon nie was mit. Meistens sitze ich nämlich irgendwo in irgendeiner Wildnis und fotografiere Elche. So habe ich irgendwann erfahren, dass „Über sein Leben ausrasten und überflüssige Dinge loswerden“ inzwischen „Minimalismus“ heißt.

Aber was ist dieser Minimalismus? Weiße Wände? Muss ich alles wegwerfen, auf alles verzichten und plastikfrei auf einem Drahtesel mit einer milden Gabe ins Schaufenster des nächsten Second-Hand-Ladens donnern?

Ich denke nicht. Ich denke, Minimalismus bedeutet zuerst einmal, seinen Kopf aufzuräumen. Um danach zu entscheiden, was man wirklich braucht, um glücklich zu sein. Also lass uns das doch mal versuchen!


17. November 2019

Digitale Nomadin: Wie ich gleichzeitig reise & arbeite.

Digitale Nomadin - Leben und Arbeiten unterwegs

„Wie kannst du dauernd unterwegs sein?“ Ein Mysterium mindestens so krass wie das Verschwinden von MH17. Vielleicht habe ich reich geerbt, Gold im Grundwasser gefunden oder einfach ein Rad ab?

Die Wahrheit ist, dass ich eines Tages einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt habe, um ihn beim malerischen Finanzamt von Marl in den Briefkasten zu werfen. Unternehmensgründung in Deutschland. Da fährt die Euphorie Dreirad auf Koks.

Seitdem ist das einzige, was ich zum Geldverdienen brauche, mein Laptop und WLAN.

Ein ehrlicher Bericht. Wie ich es schaffe, neben sechs Monaten auf Reisen trotzdem ganz normal zu arbeiten.

14. April 2018

Tiny Home: Streichen der Außenfassade. Das Holz muss weg!

Tiny Home Renovierung, Anstrich, Wood Cabin

„Die Außenfassade müsstest du natürlich auch irgendwann noch machen“, sagt die Eigentümerin am Tag meiner Erstbesichtigung. „Jaja“, erwidere ich lax, kopflos in das Haus verliebt und strafe die schrammelige Holzwand mit vernichtender Nichtachtung. Schmeiß ich einen Pott Farbe dran und dann läuft das.

Etwas später habe ich eine neue Großbaustelle. Hier kommt: Mission Anstreichen der Außenfassade! Mit windschiefer Leiter, Ätz-Farbe und dem unbedingten Willen, mein Tiny House optisch in eine echt amerikanische Cabin zu verwandeln!


7. Februar 2018

Renovierung Tiny House: Farbe im Haar und Flüche im Flur.

Heimwerkern im Tiny House

Mit meinem Handy in der Hand schreie ich „Guten Morgen!“ in den Baumarkt und stampfe selbstbewusst in den Hauptgang. Ich habe einen mit gelber Farbe bekleckerten XXL-Hoodie an, eine Schlabberhose mit pinken Sprenkeln und eine bekloppte Kappe für Kinder von Bob der Baumeister auf dem Kopf. Es ist das ungefähr neunundachtzigste Mal, dass ich im Baumarkt auftauche. Seit Anfang Januar arbeite ich an der Renovierung und Verschönerung meines Tiny Homes. Komplett alleine. Weil ich es kann. Ein Bericht von Desastern, Schweiß und Freuden.

10. Januar 2019

Villa Kunterbunt: Ich habe ein Tiny House - und einen Vogel.

Einzug ins Tiny Home

Ich stapfe den Schotterweg zu meinem neuen Haus hinunter. Es ist wenige Tage vor Weihnachten und ich habe gerade eben alle Verträge unterschrieben. Mein eigenes Tiny House. Ich könnte vor Freude Tomaten anbauen. Oder Salat. Oder Uran. Ich möchte mit Farbe werfen, zwei Millionen Bilder aufhängen und mir einen Papierhut aufsetzen. Aber bevor es dazu kommt, habe ich erstmal einen Buchfinken auf dem Kühlschrank und einen mittelschweren Lachanfall. Meine ersten Gehversuche als Tiny Home Besitzerin.

12. Mai 2018

Ode an die Tonne: Warum mir Besitz nichts bedeutet.

lonelyroadlover, Minimalismus, Besitz

Wenn es nachts plötzlich brennen würde, könnte ich meinen Laptop, meine Kamera und einen Schuhkarton mit persönlichen Andenken greifen und hätte damit 90 Prozent aller Dinge, die mir etwas bedeuten, gerettet.

Hier kommt eine Ode an die Tonne, eine Hymne an den Minimalismus und ein Bericht darüber, wie weniger mir auf einmal alles ermöglicht hat, wovon ich immer geträumt habe. Ein nachdenklicher und inspirierender Bericht über das Aufräumen in Schränken und im eigenen Kopf.



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